Biederitzer Kantorei
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Georg Philipp Telemann (1681–1767)

„Der Tod Jesu”

Passionsoratorium von Georg Philipp Telemann

TVWV 5:6

Eröffnungskonzert des Biederitzer Musiksommers im Rahmen der 25. Telemann-Festtage

Di, 17.03.2020, 19:30 Uhr | Pauluskirche Magdeburg


Zum Werk
Im März 1755 erklang Telemanns Passionsoratorium Der Tod Jesu zum ersten Mal. Die Poesie von Karl Wilhelm Ramler hatte „zu einer besonderen Art von Music Anlaß“ gegeben. Ihre Qualität in Hinblick auf die Darstellung von Gemütsbewegungen bei Betrachtung und Reflexion des Passionsgeschehens weckte schon bei den Zeitgenossen großes Interesse. Seit seiner Wiederentdeckung in den 1970er Jahren gehörte es bald zu den bekanntesten Oratorien Telemanns und zum Repertoire der Magdeburger Telemann-Festtage.

Besetzung:
Melanie Hirsch - Sopran
Marie Henriette Reinhold - Alt
Michael Zabanoff - Tenor
Matthias Vieweg - Bass
Kammerchor der Biederitzer Kantorei
Märkisch Barock - auf historischen Instrumenten
KMD Michael Scholl - Leitung

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Foto: Viktoria Kühne (2018)

Weitere Informationen
25. Telemann-Festtage

Eintritt
Die Karten kosten 20 (18) | 15 (13) | 12 (10) € und sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich.
Kartenvorbestellungen bitte unter Kartenvorbestellungen

Anfahrt:


Presse

Zum Konzert
Mit der jährlichen Aufführung einer Telemann-Passion am Geburtsort des Komponisten wird eine den Chor sehr prägende Tradition auch zum 30-jährigen Jubiläum des Biederitzer Musiksommers und der Biederitzer Kantorei fortgesetzt. In diesem Jahr werden die Konzerte des Biederitzer Musiksommers mit Georg Philipp Telemanns „Matthäuspassion 1758“ eröffnet. Das Konzert findet am 16. März um 17 Uhr in der Magdeburger Pauluskirche im Rahmen des 10. Internationalen Telemann-Wettbewerbes statt.
Die Matthäuspassion 1758 ist ein Spätwerk Telemanns und zeigt die charakteristischen Stilmerkmale seines Altersstils auf. Faszinierend ist, wie Telemann sich gerade im Alter noch neuen musikalischen Strömungen öffnete und eine überaus vitale, zu weilen hoch dramatische Musik schrieb. Das schlägt sich auch in dieser 1758er Passion nieder, wo der Komponist eine drastische, packende und gleichzeitig sehr persönliche Tonsprache fand. So rühmte beispielsweise Telemanns Enkel, der Rigaer Kantor Georg Michael Telemann die übermäßigen Oktaven im Schlusschor bei den Worten „erschrockenem Ton“ und „schauervoll“ als „äußerst trefflichen Ausdruck“.
Unter der Leitung des KMD Michael Scholl musizieren Melanie Hirsch (Sopran), David Erler (Altus) Michael Zabanoff (Tenor), Matthias Vieweg und Andreas Beinhauer (Bass), der Kammerchor der Biederitzer Kantorei und das Orchester Märkisch Barock.